News & Events
15. Mai 2025
Berlin / Deutschland
Fortbildungsveranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Lupus-Forschung (DGLF) e.V.
Eine Veranstaltung im Dialog mit Patientinnen und Patienten
Wann: Donnerstag, den 15. Mai 2025, 15.00-18.00 Uhr
Wo: Deutsches Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ), Virchowweg 12 | 10117 Berlin
Zielgruppe: Patientinnen und Patienten
Sponsoren: Multi-Sponsoring, angefragt GSK, AstraZeneca, Lilly
15:00 Ankunft Referenten-Teilnehmer-Technik
15:25 Begrüßung
15:30 Lupustherapie im Wandel der Zeit
Prof. Dr. med. Falk Hiepe
15:50 Laborwerte für personalisierte Therapie
Prof. Dr. med. Philipp Enghard und Dr. med. Robert Biesen
16:10 Neues zur Nierenbeteiligung
PD Dr. med. Eva Schrezenmeier und Prof. Antigoni Triantafyllopoulou
16:30 Kaffeepause
17:00 Impfung und Lifestyle
Dr. med. Anne Claußnitzer
17:20 Ist Lupus heilbar?
PD Dr. med. Tobias Alexander
17:40 Publikumsdiskussion
Ihre Wünsche an die Lupusforschung
18:00 Ende
Snacks and Cheese
5. November 2024
Berlin / Deutschland
Neuer Behandlungsansatz bei SLE
Sie ist aus Sicht des Behandlungsteams der Charité – Universitätsmedizin Berlin äußerst bemerkenswert: Die enorme Verbesserung, die das Krebsmedikament Teclistamab bei einer Patientin mit schwerem SLE erzielt hat. Durch die Autoimmunerkrankung war die 23-Jährige zuletzt auf den Rollstuhl angewiesen. Heute – fast sechs Monate nach Start der Behandlung – ist die Patientin komplett symptomfrei.
Pressemitteilung
Publikation
Alexander T, Krönke J, Cheng Q, Keller U, Krönke G. Teclistamab-Induced Remission in Refractory Systemic Lupus Erythematosus. N Engl J Med. 2024 Sep 5;391(9):864-866. doi: 10.1056/NEJMc2407150. PMID: 39231352.
14. August 2024
Berlin / Deutschland
Neue Forschungsergebnisse bei Lupusnephritis
Welche Zellen für Nierenschäden bei Lupus-Patient*innen verantwortlich sind, haben Forschende der Charité, des Deutschen Rheumaforschungszentrums und des Max Delbrück Center nun aufgeklärt. Die in „Nature“ publizierte Studie unter Federführung von Professor Antigoni Triantafyllopoulou könnte Antikörpertherapien gegen die Autoimmunerkrankung den Weg bereiten.
Pressemitteilung
https://www.mdc-berlin.de/de/news/press/ueberraschender-ausloeser-fuer-nierenschaeden-bei-lupus
Publikation
Stylianos-Iason Biniaris-Georgallis, Tom Aschman, Katerina Stergioula et al. (2024): “Amplification of autoimmune organ damage by NKp46-activated ILC1.” Nature, DOI: 10.1038/s41586-024-07907-x.
18. September 2020
Berlin / Deutschland
Plasmazellen im Fokus eines neuartigen Therapieansatzes
Ein Forschungsteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Deutschen Rheumaforschungszentrums (DRFZ) konnte die Autoimmunerkrankung systemischer Lupus erythematodes bei zwei Patientinnen erfolgreich behandeln. Mit dem gegen Plasmazellen gerichteten Antikörper Daratumumab gelang es, das krankhaft veränderte Immungedächtnis nachhaltig zu beeinflussen und dadurch die Entzündungsprozesse im gesamten Körper zu verringern. Die Ergebnisse sind im Fachmagazin New England Journal of Medicine* erschienen.
Das immunologische Gedächtnis gewährleistet einen Schutz vor Krankheitserregern, die nach überstandener Infektionen oder Impfungen schnell wiedererkannt und unschädlich gemacht werden. Diese Immunantwort wird vermittelt durch Gedächtnis-T-Lymphozyten sowie durch Antikörper, die von sogenannten Plasmazellen produziert werden. Ausgereifte Gedächtnis-Plasmazellen nisten in spezialisierten Nischen im Knochenmark, wo sie ein ganzes Leben lang große Mengen Antikörper produzieren können. Bei Autoimmunerkrankungen hingegen erkennt das Immunsystem Bestandteile des eigenen Körpers fälschlicherweise als Gefahr und entwickelt – auch mit Hilfe des immunologischen Gedächtnisses – eine Abwehr durch sogenannte Autoantikörper. Der systemische Lupus erythematodes (SLE) ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Antikörper gegen körpereigene Zellkernbestandteile gebildet werden. Dies geht mit einer Entzündung von Haut, Gelenken oder inneren Organsystemen – wie Niere, Herz oder Nervensystem – einher. Herkömmliche Therapieansätze zielen auf eine dauerhafte Unterdrückung von Immunreaktionen, richten sich bislang jedoch nicht gegen ausgereifte Gedächtnis-Plasmazellen.
Ein Team der Charité um Dr. Tobias Alexander hat nun – in Zusammenarbeit mit Forschenden vom DRFZ um Prof. Dr. Andreas Radbruch – erstmals die Wirksamkeit und Verträglichkeit einer Plasmazell-gerichteten Therapie bei zwei Lupus-Patientinnen untersucht, die nicht gut auf herkömmliche Therapien angesprochen hatten. „Bei einem gewissen Teil der Betroffenen ist die Krankheit mit den verfügbaren Therapiemöglichkeiten nicht in den Griff zu bekommen. Deshalb ist es dringend nötig, neue Therapieansätze zu entwickeln“, erläutert Studienleiter Dr. Alexander, Leiter der rheumatologischen Fachambulanz an der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und klinische Immunologie der Charité, der auch am DRFZ forscht.
Für die Therapie griffen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf den monoklonalen anti-CD38-Antikörper Daratumumab zurück, der bereits seit Jahren erfolgreich als Medikament für Plasmazell-Krebserkrankungen eingesetzt wird. Die Rolle von Plasmazellen bei Autoimmunerkrankungen steht schon seit vielen Jahren im Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen der Arbeitsgruppe von Dr. Alexander und Ko-Autor Prof. Dr. Falk Hiepe. „Zwar gilt das Oberflächenprotein CD38 als klassischer Plasmazellmarker, unsere Voruntersuchungen zeigten jedoch, dass dieser Marker bei Lupus-Patientinnen und -Patienten auch vermehrt bei anderen aktivierten Immunzellen – etwa Gedächtnis-T-Lymphozyten – im Blut und bei Nierenbefall sogar im Urin nachweisbar war“, erklärt Dr. Alexander. Das macht CD38 zu einem geeigneten Ziel der Behandlung, um die krankhaft veränderten Immunzellen auszuschalten.
Bei den beiden Lupus-Patientinnen hatte die Autoimmunerkrankung einen lebensbedrohlichen Verlauf genommen. Sie litten unter anderem unter Entzündung von Herz und Nieren sowie Antikörper-vermittelter Blutarmut. Durch die Gabe von Daratumumab einmal wöchentlich über vier Wochen verbesserten sich die Krankheitssymptome innerhalb kürzester Zeit deutlich und blieben über mehrere Monate stabil. Darüber hinaus ging die Zahl der Autoantikörper stark zurück. Mit Hilfe modernster immunologischer Methoden – einschließlich Einzelzell-Sequenzierung – konnte das Team zudem einen günstigen Effekt von Daratumumab auf aktivierte T-Lymphozyten nachweisen, denen eine wichtige Rolle bei der Krankheitsentwicklung zugeschrieben wird. Relevante Nebenwirkungen wiederum traten nicht auf. Zwar kam es zu einem Abfall schützender Antikörper im Blut, dies war jedoch nicht mit erhöhter Infektanfälligkeit verbunden.
„Die erfolgversprechenden Ergebnisse bei SLE sind möglicherweise auch auf andere Autoimmunerkrankungen übertragbar, bei denen Autoantikörper eine Rolle spielen“, erklärt Lennard Ostendorf, Doktorand am DRFZ und Erstautor der Veröffentlichung. Zunächst soll jedoch die Sicherheit und Effizienz von Daratumumab bei einer größeren Anzahl von Lupus-Patientinnen und -Patienten untersucht werden. Hierfür ist an der Charité eine Pilotstudie unter Leitung von Dr. Alexander geplant.
Langlebige Plasmazellen sind terminal differenzierte Zellen der B-Lymphozyten-Linie, die durch kontinuierliche Sekretion von Autoantikörpern, wie antinukleären Antikörper, zur Immunpathogenese des systemischen Lupus erythematodes (SLE) beitragen. Sie können durch monoklonale anti-CD38-Antikörper wie Daratumumab angegriffen werden, sind jedoch gegenüber B-Zell-gerichteten Therapien gegen CD20 resistent.
* Ostendorf L., Burns M., Durek P., Gitta AE, Heinrich F, Garantziotis P, Enghard P, Richter U, Biesen R, Schneider U, Knebel F. Burmester G, Radbruch A, Mei HE, Mashreghi F. Hiepe F, Alexander T. Targeting CD38 in Systemic Lupus Erythematosus. (2020). N Engl J Med 383: 1149-1155.
20. Mai 2019
Berlin / Deutschland
Anlässlich des 16. Welt-Lupustages veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Lupus-Forschung e.V. am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum ein Patienten-Symposium. Hier wurden neben aktuellen Forschungsergebnisse neue Entwicklungen in der Lupus-Therapie vorgestellt und aktuelle Emfpehlungen zu Impfungen und Ernährung vorgestellt. Wir bedanken uns bei allen teilnehmenden Lupus-Patienten und die Unterstützung durch die Firmen GSK und Lilly.

Vorträge & Diskussionen beim Symposium der DGLF am DRFZ anlässlich des 16. Welt-Lupustages
16. Mai 2018
Berlin / Deutschland
Anlässlich des Welt-Lupustages hat die DGLF am 16.05.2018 ein Symposium am DRFZ veranstaltet. Mit freundlicher Unterstützung der Firmen GSG und Lilly wurden aktuelle Forschungsergebnisse und neue Therapieansätze bei SLE vorgestellt.
14. Februar 2018
Berlin / Deutschland
In einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 14. Februar 2018 wird über die Immunreset-Therapie beim systemischen Lupus erythematodes unter Mitwirkung von Prof. Dr. med. Falk Hiepe, dem Vorsitzenden der DGLF, und Dr. med. Tobias Alexander, dem Schatzmeister der DGLF, berichtet.
Link:
23. September 2017
Berlin / Deutschland
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in einem Beschluss vom 21.09.2017 den Einsatz von Mycophenolat Mofetil (MMF/CellCept) für Lupusnephritis genehmigt
Link:
25. Mai 2017
Berlin / Deutschland
Am 20.05.2017 richtete die DGLF anlässlich des Welt-Lupustages im Deutschen Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ) in Berlin eine wissenschaftliche Veranstaltung aus, auf der neue Therapiekonzepte vorgestellt wurden. Gleichzeitig wurden die Preisträgerinnen des Forschungspreises der DGLF, Anna Nießen aus Heidelberg und Sarah Fleischer aus Berlin, geehrt. Der Forschungspreis der DGLF wurde durch eine großzügige Spende der EUROIMMUN Medizinische Labordiagnostika AG aus Lübeck unterstützt.

Feierlicher Rahmen für Welt-Lupustag & Forschungspreis der DGLF

Prof. Dr. med. Falk Hiepe, Vorsitzender der DGLF e.V.

Anna Nießen (links) & Sarah Fleischer (rechts), die Preisträgerinnen des Forschungspreises der DGLF 2017, mit Falk Hiepe
Fotos: eine freundliche Spende der Fotografin Jacqueline Hirscher
2. Dezember 2016
Berlin / Deutschland
Das Magazin der Leibniz-Gemeinschaft, die 88 selbständige Forschungseinrichtungen in Deutschland verbindet, berichtet über Autologe Stammzelltherapie als Immunreset “Zurück auf Null”, wie sie auch bei sehr schweren Fällen des Systemischen Lupus erythematodes als letztes Mittel angewendet wird
Direkter Link zum Bericht im Leibniz-Magazin:
25. November 2016
Berlin / Deutschland

Webseiten-Realisierung als Spende für die DGLF von Reinmar Undeutsch IT-Systemlösungen (IT-Freiberufler), mit Fotos gespendet von der Fotografin Jacqueline Hirscher und mit von Privatpersonen gespendeten Fotos.
1. Juni 2016
Berlin / Deutschland
So fördern wir Lupus-Forschung – Deutsche Gesellschaft für Lupus-Forschung e.V. informiert!
Lange Nacht der Wisssenschaften 2016
11. Juni 2016 (Samstag)
17-24 Uhr
im
Deutschen Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ)
Charitéplatz 1
10117 Berlin
10. Mai 2014
Berlin / Deutschland
Die Deutsche Gesellschaft für Lupus-Forschung e.V. ist zum Welt-Lupus-Tag 2014 und anlässlich der Langen Nacht der Wissenschaften 2014 am 10. Mai mit einem Stand im Deutschen Rheuma-Forschungszentrum vertreten.
ANGELA ORDU & Queensland-Band treten an dem Abend dort auf!
Angela Ordu erkrankte in den 90iger Jahren selber an Lupus und musste 2006 ihre Karriere aus gesundheitlichen Gründen unterbrechen — 2014 feiert sie Ihr Comeback mit der Queensland-Band, mit der sie an diesem Abend zur Langen Nacht der Wissenschaften im DRFZ auftritt.
- Informationen zum Welt-Lupus-Tag
(in Englisch auf der weltweiten Webseite dazu)
22. September 2013
Berlin / Deutschland
In einem Artikel der WELT wird der “Austausch des Immunsystems” bei schweren Fällen beschrieben und Prof. Dr. Falk Hiepe von der Deutschen Gesellschaft für Lupus-Forschung e.V. (DGLF) mit seinen Kollegen vom Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) dazu zitiert.
15. September 2013
Berlin / Deutschland
Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Lupus-Forschung e.V. (DGLF), Prof. Dr. Falk Hiepe, wird in zwei Meldungen zu einem bedeutendem Fortschritt in der Behandlung von Lupus erwähnt:
12./13. April 2013
Berlin / Deutschland
Am 12./13. April 2013 findet der 4. Deutsche Lupustag in Berlin statt.
Der Vorstand & die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Lupus-Forschung e.V. wirken dabei aktiv mit – zusammen mit der Lupus Stiftung Deutschland, dem DRFZ und der Charité Rheumaklinik.
Informationen zum 4. Deutschen Lupustag als Download (PDF):
Informationen zu den Veranstaltungsorten des 4. Deutschen Lupustag: